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Elite Beat Agents

Rubriken: Nintendo DS, Jump'n'Run & Funspiele*, Knobeln, Merken, Geschicklichkeit*

Die Post geht ab!
Die Post geht ab!
Bild: Nintendo
Was an japanischen Skurrilitäten nach Europa herüberschwappt, wird ja oft entweder mit ungläubigem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen oder gleich als neuer Megatrend gefeiert.
Für eine Sache allerdings können wir unseren asiatischen Freunden gar nicht genug danken: Musikspiele! Mal wird auf Tanzmatten gehopst, mal mit Mikrofon Karaoke gesungen ("SingStar"), dann wieder werden Tanzschritte ausgeführt, indem man rhythmisch die Controller-Knöpfchen drückt. Doch Musikspiel-Spaß für unterwegs? Fehlanzeige! Eine Ausnahme bietet jetzt "Elite Beat Agents", ein knalliges Rhythmus-Spiel mit fetzigen Hits.

Tanz die Probleme weg!
Zur Story: Commander Kahn ist das Oberhaupt der Geheimorganisation "Elite Beat Agents". Wann immer auf seinem Supermonitor ein Hilferuf erscheint, setzt er prompt eines seiner vier Agenten-Teams in Gang. Die tragen schwarze Anzüge, coole Sonnenbrillen und rauschen mit Motorrad oder Hubschrauber zum Ort des Geschehens. So muss der 100-Meter-Läufer am Tag vor dem großen Finale von fiesen Viren befreit oder die Carrington-Schwestern nach einem Jachtunglück von einer einsamen Insel gerettet werden. Oder die Elite Beat Agents helfen einem verirrten Hund, damit der nach Hause zurückfindet – 400 Meilen weit! Aber wie lösen die Agents solche Probleme? Ganz einfach: Sie tanzen! Der Spieler tippt dazu mit dem Stylus im Rhythmus der Lieder auf den Touchscreen.

Der Beat ist rund
Damit Hund Sam die Straße nach Hause entlang läuft, zappeln die drei Agenten also richtig ab. Und das geht so: Nacheinander erscheinen auf dem Bildschirm Kreise, die rasch schrumpfen. Jetzt kommt es auf das richtige Timing an. Der Spieler muss den Kreis treffen, wenn er am kleinsten ist. Ist er nur eine Zehntelsekunde zu spät, ist der Kreis weg und die Punkte gehen verloren.Richtig kniffelig wird es, wenn bis zu sechs nummerierte Kreise in einer schnellen Kombination berührt werden müssen. Gelegentlich blenden sich auch Bälle ein, die Spieler mit dem Touchpen verfolgen sollen, ohne  ihn zu verlieren. Haben sie genügend Punkte erreicht, ist die Mission geschafft und der Hund kommt glücklich zu Hause an.

Tanzen macht glücklich
Zwischen den Abschnitten zeigen kleine Videosequenzen, wie die Geschichte weitergeht. Nur wenn alle drei Abschnitte eines Levels gemeistert wurden, kommt es zum Happy End. Gut getippt ist halb gewonnen und mit der Anzeige des so genannten Elit-O-Meters kann der Spieler sehen, ob die Agenten bei der Trefferquote munter weiter tanzen oder doch eher die Schultern hängen lassen oder sogar nur kraftlos über den Boden kriechen. Erfolgreiche Performances schalten nicht nur weitere Level und Lieder frei, sondern lassen sich auch abspeichern und genüsslich in Ruhe wieder und wieder betrachten.

Abgedreht und supergut
Die Elite Beat Agents haben allerdings nicht nur eine frische und herausfordernde Spielidee mitgebracht, sondern überzeugen auch grafisch. Die Geschichten werden dabei auf den beiden DS-Bildschirmen durch ganz klassische Comics erzählt. Das kann schon recht bizarr aussehen: Wenn der 100-Meter-Läufer an einem Virus erkrankt, erscheint Mr. Supervirus (schwarzer Anzug, lila Haare) höchstpersönlich und dringt in seine Blutbahn ein. Die Beat Agents folgen ihm in einem Mini-Flieger. Natürlich komplett mit Krankenschwester und Spritze! Und wenn das Spielcasino überfallen wird, sind nicht profane Räuber, sondern lebendig gewordene Spielkarten am Werk ...
Querbeet durch die Genres bringen fast 20 Songs die Spieler zum Fußwippen und rhythmischen Kopfnicken. Selbst wer nicht auf die gecoverten Lieder von Avril Lavigne, David Bowie, Queen, Rolling Stones oder Village People steht, gewinnt ihnen gerade in der Kombination mit dem Spiel dennoch eine Menge ab: Das Spiel rockt die Songs!
Zwei Schwierigkeitsgrade fordern die Spieler heraus, zwei weitere schalten sich im Laufe des Spieles frei. Jedes geschaffte Level kann mit bis zu vier Freunden im Versus-Modus um die Wette gezockt werden. Aber Achtung: Das geht nur, wenn alle Mitspieler jeweils eine eigene Spielkarte besitzen. Mit einer Karte tippen die Multiplayer dann nur zu einem Lied. Das Ganze macht einen Riesenspaß und kann nur noch dadurch gesteigert werden, das Spieler ihren DS an eine Musikanlage anschließen oder sich Kopfhörer einstöpseln.


Fazit:
Wahnsinniger DS-Spaß!



ausgezeichnet
Preisca. 35 Euro
HerstellerNintendo
PlattformNintendo DS
SpracheDeutsch
Veröffentlicht2007
Alterab 8 Jahren
USKFreigegeben ab 6 Jahren
Text aus:www.internet-abc.de

LAST UPDATE 03.04.2014